Siebter Spieler bringt VfL Sieg

Bild aus der NWZ: Lars Puchler


Die 4:2-Deckung der Gäste brachte die Edewechter zur Verzweiflung. Erst die Einwechslung eines siebten Feldspielers für den Torhüter sorgte für die Entscheidung zugunsten des VfL.



Der Trend hat sich bewahrheitet: Während es für die Oberliga-Handballer des VfL Edewecht mit dem nächsten Sieg weitergeht, muss der Elsflether TB nach unten schauen. Mit 24:21 (16:12) setzten sich die Ammerländer am Samstagabend in einem umkämpften Spiel gegen den Gast aus der Wesermarsch durch.

Gäste-Trainer Ulrich Adami fasste die Partie treffend zusammen: „Das heute kein schönes Spiel für die Zuschauer. Wir sind mit dem letzten Aufgebot angetreten und haben es dafür ordentlich gemacht.“ 100 prozentig zufrieden war aber trotz der zwei Punkte auch sein Gegenüber, Niels Bötel, nicht: „Wir sind in der ersten Halbzeit super gestartet, haben es aber dann verpasst, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen.“

Lediglich in der Anfangsphase wurden die Edewechter ihrer Favoritenrolle gerecht. Bis zur achten Minute hatten die Gastgeber eine 6:1-Führung herausgespielt. Wer jedoch dachte, dass die Partie damit entschieden war, hatte sich geirrt. In einer Auszeit stellten die Gäste um und nahmen Tobias Meyer, der bis dahin schon drei Treffer erzielt hatte, in einer 5:1-Deckung in Sonderbewachung. Damit erlahmten die Edewechter Angriffsbemühungen zunehmend.

Zudem fanden die Gäste aus dem Rückraum nun immer besser die Lücken. So konnten die Elsflether nach Toren von Christopher Santen und Fynn Oberegger (17. Minute) auf 8:11 verkürzen. Auch in der Defensive fand der ETB nun besser zusammen und zwang die Edewechter zu vorschnellen Abschlüssen. Mit dem Vier-Tore-Vorsprung des VfL (16:12) ging es dennoch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel griff Adami noch tiefer in die Trickkiste. Die Elsflether stellten auf eine 4:2-Deckung um und nahmen damit auch noch Renke Bitter im Rückraum aus dem Spiel. „Damit haben wir das Edewechter Spiel gut lahmgelegt und sind noch einmal rangekommen“, lobte Adami sein Team. Tor um Tor holten die Gäste auf, nach dem Treffer von Bela Rußler in der 43. Minute war der ETB bis auf ein Tor herangekommen (18:17).

In der Folge verpassten es aber beide Teams, für eine Entscheidung zu sorgen. Ungenaue Abschlüsse, gute Torhüterparaden auf beiden Seiten und reichlich Pech bei Latten- und Pfostentreffern hielten die Partie bis in die Schlussphase offen. Erste eine Auszeit von Bötel in der 48. Minute brachte die Edewechter auf die Siegerstraße. „Wir hatten mit der 4:2-Deckung reichlich Probleme. Das Überzahlspiel mit dem siebten Feldspieler für den Torhüter war schließlich der Schlüssel zum Sieg“, analysierte Bötel.

Denn nach dem Ausgleich von Oberegger (49.) erhöhte der VfL das Tempo und umging mit schnellen Gegenstößen und Überzahlspiel die Defensive der Gäste. Kai Schildknecht, Thore Linda und Bitter erhöhten auf 21:18. In der Schlussphase war es vor allem auf der Außenbahn Linda, der mit starken Abschlüssen zum 24:20 (57.) für die Entscheidung sorgte.

 

Handball-Statistik

Männer, Oberliga

VfL Edewecht - Elsflether TB 24:21 (16:12)

VfL: Jürgens, Gasiorowski – Steusloff, Schildknecht (1), Weihrauch (6), Ahlers,

Remmers (3/3), Linda (6), Ritter, Meyer (6), Bitter (2)

 

beste Werfer ETB: Oberegger (6), Rußler (5)

 

Siebenmeter: VfL3/5, ETB 0/1

 

Zeitstrafen: VfL 3, ETB 1