Fans treiben VfL zum Heimerfolg

Bild: Martin "Harmlos" Steusloff im Anflug

Gegen die Topteams der Liga blühen die Edewechter regelmäßig auf. Das musste nun auch die auf Platz zwei stehende SG HC Bremen/Hastedt erfahren.



   von Lars Puchler

Edewecht „Vielen Dank für die Unterstützung“, stand auf dem großen Banner, das die Oberliga-Handballer des VfL Edewecht am Samstagabend ihren Fans entgegenreckten. 60 Minuten hatten die Ammerländer in der Heinz-zu-Jührden-Sporthalle für Stimmung gesorgt und damit ihren Teil dazu beigetragen, dass die Spieler den Favoriten aus Bremen mit 29:27 (13:11) besiegen konnten. Der Sieg gegen den Tabellenzweiten, die SG HC Bremen/Hastedt, sorgte für einen versöhnlichen Abschluss im letzten Heimspiel der Saison.

Auch VfL-Trainer Niels Bötel, der nach der Saison zu den Bundesliga-Frauen des VfL Oldenburg wechseln wird und von den Edewechtern nun herzlich verabschiedet wurde, sprach von einem gelungenen Abschluss in eigener Halle: „Man geht natürlich lieber mit einem Sieg. Aber jetzt übernimmt Aufstiegstrainer Tobias Weihrauch ja wieder. Da kann es nur nach oben gehen“, sagte Bötel und lacht.

Für gute Laune hatte bei Bötel auch die starke Leistung seiner Mannschaft gesorgt. Von Anfang an nahmen die Edewechter den Kampf gegen den Favoriten an. Nach der 3:1-Führung entwickelte sich eine offene Partie. Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnten sich die Edewechter, die vor allem in der Defensive sehr aufmerksam agierten, wieder in Führung gehen.

In der 22. Minute hielte Torhüter Finn-Luca Schwagereit einen Siebenmeter und läutete damit eine starke Phase im Edewechter Spiel ein. Generell verzweifelten die Gäste am Samstagabend von der Siebenmeter-Markierung. Nur drei der acht Versuche fanden den Weg ins Tor. Ganz anders der VfL: Nachdem erneut beste Gelegenheiten ausgelassen wurden, sorgten zwei konzentrierte Minuten mit Treffern von Thio Remmers und Renke Bitter für den 13:11-Vorsprung zur Pause.

In der Halbzeitpause hatte der Sportliche Leiter des VfL, Christoph Deters, kein gutes Gefühl. „Ich hoffe, wir können dieses Tempo auch im zweiten Durchgang halten“, sagte er. Mit dieser Vermutung sollte er allerdings nur in den ersten sieben Minuten der zweiten Halbzeit nicht Recht behalten. Die Edewechter wirkten unkonzentriert, verloren die Bälle einfach und schenkten so den Vorsprung in Unterzahl zunächst ab. Aus dem 13:11 wurde bis zur 36. Minute ein 15:17. „Das Unterzahlspiel hat uns ein wenig aus der Bahn geworfen. Auf der anderen Seite haben wir die Überzahl heute nicht so gut genutzt“, sagte Bötel.

Danach kämpften sich die Edewechter jedoch zurück in die Partie. Die Angriffe wurden wieder konzentrierter ausgespielt und auch in der Defensive war der VfL hellwach. Angetrieben von Tobias Weihrauch und Tobias Meyer drehten die Gastgeber das Spiel bis zum 20:18 (44.).

Die Partie war damit jedoch noch nicht entschieden. Bis zur 57. Minute konnten die Edewechter ihre Zwei-Tore-Führung wahren. Dann wurde es noch einmal hektisch. Die Gäste kamen durch Edwin de Raad (58.) auf 28:27 heran, nahmen sich dann jedoch durch eine Zeitstrafe gegen Yannick Schäfer die Chancen auf den Ausgleich. Den finalen Angriff spielte der VfL sauber durch und kam durch Renke Bitter zum 29:27. „Ich hatte heute von der 1. bis zur 60. Minute ein gutes Gefühl. Gut, dass es sich bewahrheitet hat“, freute sich

Kader:

Denis Jürgens, Krzysztof Gasiorowski , Finn-Luca Schwagereit

 Sven Ahlers,  Thio Remmers (6/1 ) , Martin Harm Steusloff ( 1 ), Kevin Ritter ( 2 ) , 

Renke Bitter ( 6 ) , Tobias Meyer ( 6 ) , Thore Linda ( 2/1 )  , Tobias Weihrauch  ( 6 ),    

 Patrick Block

7 Meter:   VfL:   3/2   HC:   8/3

2 Minuten :   VfL:  4     HC:  3